
Mit kleinen Übungen kannst du dir bewusst im Alltag Zeit für mehr Achtsamkeit nehmen. Es verringert den Stress, unterbricht dein Gedankenkarussell und wirkt sich positiv auf deine Gesundheit aus.
Etwas Wichtiges für die folgenden Übungen: In der Achtsamkeit (be)werten wir nicht. Versuche also alles wertefrei zu fühlen, betrachten und wahrzunehmen. Es gibt kein Gut oder Schlecht – es ist einfach. Das ist am Anfang gar nicht so einfach, da wir in der Schule, im Beruf und in der Gesellschaft uns gewohnt sind, zu bewerten oder gar zu schubladisieren. Versuche es, diese Wörter für dich zu streichen und sie mit «es ist» zu ersetzen. Es geht darum wahrzunehmen und zu beobachten.
Du kannst nicht nur mit den Händen ertasten, sondern eben auch mit deinen Füssen. Zusätzlich kannst du dich mit den Füssen verwurzeln, was besonders für Kopfmenschen eine super Übung ist. Zieh deine Schuhe aus und nimm die Beschaffenheit des Bodens unter deinen Füssen bewusst war. Wie warm, respektive kalt fühlt es sich an? Ist der Boden hart oder eher weich? Kannst du Unterschiede zwischen Parkett und Plattenboden feststellen? Was fühlt sich besser an? Laufe auch gerne durch deine Wohnung oder dein Büro, um die verschiedenen Boden Arten zu ertasten. Nimm dir dafür mindestens 5 Minuten Zeit.
Welche Geräusche umgeben dich gerade. Was hörst du? Solltest du Musik abspielen, stoppe sie mal für die nächsten 2-3 Minuten und nimm dir bewusst Zeit, um deine Umgebung auf Geräusche zu erforschen. Schliesse die Augen und konzentriere dich so nur aufs Hören.
Wähle einen Gegenstand und nimm ihn in die Hand. Betrachte ihn für die nächsten 3 Minuten. Drehe ihn auf den Kopf, lies alles, was darauf steht. Durchlöchere ihn mit deinem detaillierten Blick. Was siehst du? Welche Farben kannst du erkennen? Welche Formen und Oberflächen entdeckst du? Was kannst du beobACHTen?
Die Tasse Tee oder Kaffee schenken dir einen Moment von guten Gerüchen. Halte sie zuerst etwas weiter weg von deiner Nase und führe sie langsam Richtung Nase. Ab wann kannst du den Geruch wahrnehmen? Nach was riecht es? Riecht es anders, wenn du die Tasse direkt vor deiner Nase hältst? Wird der Geruch je länger du ihn wahrnimmst weniger intensiv oder eher noch intensiver? Mache es solange du möchtest, ich empfehle mindestens 2 Minuten.
Hast du Nüsse oder Rosinen zur Hand? Dann nimm dir pro Nuss oder Rosine eine Minute Zeit, sie in deinem Mund wahrzunehmen. Finde heraus, an welcher Stelle auf deiner Zunge die Geschmackssensoren sind. Beisse langsam und achtsam. Schmeckt die Nuss oder die Rosine nun anders? Mach das mindestens mit 3 Nüssen oder Rosinen – also insgesamt 3 Minuten.
Sobald du Achtsamkeit in deinen Alltag einbaust, wirst du erkennen, wie ausgeglichener du bist. Achtsamkeit muss nicht immer direkt Meditation sein, eben nicht nur. Mit einfachen Übungen holst du dich zurück in den gegenwärtigen Moment, kannst die Gedanken pausieren und bist achtsam im Augenblick.
Haben dir diese Übungen gefallen? Ich freue mich von dir zu lesen oder zu hören.
Peace and Love
Severine
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